Drucken

am 29. 6. 1975 aus: Ein ungeheuer schweres Gewitter war am Abend über den Ort und die südlichen Markungsteile niedergegangen. Gegen den Grünenberg zu hatte es zunächst vernichtende Hagelmassen entleert, denen dann ein Wolkenbruch von unheimlichem Ausmaß und einer seit Menschengedenken nicht mehr dagewesenen Stärke folgte Der Brandbach schwoll in kürzester Zeit zu einem tobenden Wildbach an, der alles mit sich riss, was ihm im Wege stand. Gewaltige Schlammwassermassen wälzten sich fast meterhoch ins Dorf und bis über die Filsbrücke hinaus, Im Nu waren Keller und Untergeschosse gefüllt und die Ablaufachächte mit der schlammigen Brühe verstopft. Die eingesetzte Feuerwehr brauchte alle Kräfte, um hier noch etwas zu retten, dort ein Hindernis zu beseitigen und überall dem verheerenden Wasser irgendwie einen Ablauf zu schaffen. Hier hatte sich das praktisch verwirklicht, was ein Jahr zuvor in der neuen Satzung' der Freiwilligen Feuerwehr unter den Aufgaben niedergelegt worden war: ,,Sie soll, wo und wann es nottut, Hilfe leisten und die Bevölkerung und das Volksvermögen bei Brand- oder Katastrophenfällen schützen. Das hat sie getan und wird es auch weiterhin tun, auf Grund intensiver Schulung in 12 Jahresübungen. Für die aktive Abteilung, die sich aus 2 Löschzügen mit je 3 Gruppen zusammensetzt, gilt als oberste Richtschnur.,, Voller, restloser Einsatz der Person! Daher können in sie auch nur körperlich und geistig voll taugliche Männer aufgenommen werden, die sich auf 5 Jahre verpflichten müssen. Diese Abteilung bildet den festen Kern, um den sich noch eine Altersabteilung (über 65) und eine Jugendabteilung (vom vollendeten 14. bis zum 18. Jahr) schart.