Beim Eintreffen der ersten Kräfte waren keine Personen mehr im Gebäude. Der Wohnungsinhaber war mit dem Wohnungsschlüssel vor Ort. Von ihm erfuhr man, dass sich die Matratze im Badezimmer befände. Der erste Trupp ging unter Atemschutz in die Wohnung, öffnete die Badezimmertüre und löschte die Matratze samt Bettzeug ab. Parallel wurde der Lüfter nach oben gebracht und die Wohnung sofort komplett belüftet. Das Brandgut wurde über den Balkon in den Garten verbracht und dort endgültig abgelöscht. Dies war nur durch das Aufschneiden der Matratze möglich. Dadurch, dass die Matratze ins Badezimmer gebracht und diese Türe verschlossen wurde, konnte ein Schaden in der kompletten Wohnung verhindert werden. Nach der Rückkehr ins FW-Magazin wurden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht. Der Einsatz war um 20:35 Uhr beendet.
Anwesende Kameraden: 22 Einsatzkräfte, davon 5 in Bereitschaft.
M.Dl.

Anmerkung der Feuerwehr:
Vorsicht bei eigenen Löschversuchen! Wenn das beherzte Eingreifen der Wohnungsinhaber im oberen Fall auch Schaden verhindert hat, sollte man die jeweilige Situation immer genau abschätzen. Hier muss vor allen Dingen auf die Verrauchung geachtet werden. Brandrauch darf nicht unterschätzt werden. Er enthält Giftstoffe und kann bereits nach ein paar Atemzügen zur Bewusstlosigkeit führen. Ein nasses Tuch vor Mund und Nase, wie man es im Fernsehen oft sieht, ist auf Dauer kein wirksamer Schutz vor einer Rauchgasvergiftung. Deshalb besser: Sofort die Feuerwehr rufen und die Wohnung oder das Gebäude verlassen. Gegebenenfalls andere Mitbewohner warnen.