Ein Mitarbeiter roch verdächtigen Brandgeruch und begab sich auf die Suche nach der Ursache. Er entdeckte durch ein Schauglas kleinere Flammen im Silo und alarmierte die Feuerwehr. Diese rückte zunächst mit dem HLF und dem LF16 aus. Brände in Siloanlagen sind immer eine heikle Sache. Man muss hier mit großer Sorgfalt und Vorsicht vorgehen, da es sonst zu einer Staubexplosion kommen kann. Zunächst wurde der oberflächliche Schwelbrand abgelöscht. Um aber ganz sicher zu sein, dass das komplette Feuer, mit all seinen eventuellen Glutnestern, aus ist, ist es zwingend erforderlich, den Silo auszuräumen. Aufgrund dieser Situation wurden alle noch im Magazin befindlichen FW-Kameraden, die die Atemschutzausbildung haben, mit dem LF8 nachgefordert. Der Silo wurde nun Schaufel um Schaufel gelehrt. Das entnommene Sägemehl wurde auf einen Anhänger gekippt und Lage für Lage mit Wasser genässt. Kurz bevor das Silo komplett leer war kam tatsächlich ein weiteres Glutnest zu Tage. Hier zeigte sich wieder einmal mehr, dass man um eine vollständige Entleerung nicht herum kommt. Als alle Arbeiten fertig, das ganze Material und die Schläuche verladen waren, ging es zurück ins FW-Haus. Jetzt galt es, die Fahrzeuge wieder Einsatzbereit zu machen und Gegenstände, sowie Einsatzkleidung zu reinigen. Um 10:10 Uhr konnte man der Leitstelle Einsatzende melden. Glücklicherweise ging dieser Einsatz ganz glimpflich ab. Zum einen wurde der Schwelbrand schnell entdeckt und zum anderen war das Silo nicht komplett gefüllt. So blieb der entstandene Schaden gering. Auch war die Uhrzeit günstig, da viele Kameraden noch zu Hause waren und daher schnell vor Ort.
Anwesende Kameraden: 27 Einsatzkräfte, davon 1 im Funkraum.
M.Dl.